Obstbrand, Gin, Trester, Grappa,

Winzerglühwein, Likör und  Punsch!

  • Winzerglühwein: die Basis für einen wohlschmeckenden Glühwein ist ein guter Rot- oder Weißwein, vorzugsweise aus den heimischen Weinregionen. 

Darauf sollten Sie achten:

nur wenn ein Erzeuger seinen Glühwein aus eigenen Weinen selbst zubereitet hat, darf er als "Winzer-Glühwein" bezeichnet werden!

  • Obstbrand, Obstwasser oder Obstler bezeichnet eine Spirituose aus Früchten wie beispielsweise Birnen, Äpfeln oder Zwetschgen.

 

Die Früchte werden gemaischt und einer alkoholischen Gärung unterworfen. Daraus wird durch Destillation, man spricht vom Brennen, ein Schnaps gewonnen.

 

Die Qualität eines Obstbrandes 

hängt wesentlich von der Qualität der zur Herstellung verwendeten Früchte ab.

 

Das Brennobst sollte die optimale Genussreife erreicht haben, damit ein ausgeprägtes und sortentypisches Aroma vorhanden ist. 

Je höher der Zuckergehalt, desto grösser ist die Alkoholausbeute.

 

  • Geist und Brand 

Erstmal ein grundsätzlicher Unterschied bei der Spirituosenherstellung: es gibt Geiste und Brände.

 

Beim Brand werden die Früchte mit Hefe eingemaischt. Der gesamte Alkohol, der am Schluss herauskommt, entsteht aus dem vorhandenen Zucker des Brennguts. Deshalb ist zum Beispiel ein Vogelbeerbrand so teuer. Einerseits ist es enorm aufwändig, die Beeren zu sammeln und zu entrebeln und weil so wenig eigener Fruchtzucker vorhanden ist, erhält man daraus auch extrem kleine Mengen an Alkohol.

 

Etwas anders sieht das Ganze bei einem Geist aus. Dort werden die gewählten Aromaträger, meist Beeren oder Kräuter, in hochreinen und hochprozentigen Alkohol eingelegt. Die Aromastoffe docken sich an den Alkoholmolekülen an und gehen so in den Brand über.

 

Nach einer gewissen Zeit wird die Maische auch hier destilliert. Nur ist hier natürlich die Ausbeute viel grösser.

 

  • Gin

ist immer ein Geist und wird nach der altbewährten Regel “one day and two nights” mazeriert, also angesetzt.

Die Kräuter, Beeren und Gewürze werden also genau 36 Stunden eingelegt, bevor sie in der Destille gebrannt werden.

 

  • Grappa (Italien)

 

Grappa ist ein Destillat aus Trestern: Ihre Qualität bildet den ersten und wichtigsten Faktor, um ein gutes Produkt zu erhalten.

Die Destilliermeister wissen dies nur allzu gut und widmen der Wahl des Rohmaterials zu Recht absolute Sorgfalt.

Die Frische und der gute Konservierungszustand der Trester sind grundlegend, da jede Qualitätsminderung sich unabwendbar auf das Endprodukt auswirken würde.

  • Trester (Deutschland) 

Der Traubenbrand liegt zwischen Grappa (aus einem festen Stoff, dem Trester) und Weinbrand (aus einem flüssigen Stoff, dem Wein), weil er aus ebenso festen wie flüssigen Bestandteilen destilliert wird. 

 

Traubenbrand ist für gewöhnlich eleganter und fruchtiger als Grappa, der wiederum meist intensiver ist und mehr Struktur aufweist.